| Briefo.com / Briefmarken Allgemein / Milliardenbetrug mit Briefmarken in Spanien........... |
| Autor | Mitteilung |
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Gesendet: 13 Mai 2006 18:40:28 aus ORF.at: http://www.orf.at/060513-99460/index.html Die spanische Justiz hat im Zusammenhang mit einem Milliardenbetrug mit Briefmarken mehrere führende Mitarbeiter von zwei Investmentfirmen festnehmen lassen. Den Gesellschaften Afinsa und Forum Filatelico wird in dem womöglich größten Betrugsskandal der Geschichte des Landes vorgeworfen, etwa 350.000 private Anleger in einem Schwindel mit Briefmarken um ihr Erspartes gebracht zu haben. Hohe Rendite versprochen Sie sollen die Marken nach Angaben der Madrider Staatsanwaltschaft als Anlage verkauft und jährliche Renditen von bis zu zehn Prozent versprochen haben. Die Briefmarken waren jedoch um bis zu 800 Prozent überbewertet und zum Teil sogar gefälscht. Kunden belogen Forum Filatelico habe das Vertrauen seiner Kunden missbraucht, indem es sie habe glauben machen, dass der Wert der Briefmarken weit über dem wirklichen Wert liege, teilte die Justiz am Samstag mit. Afinsa habe die Briefmarken für einen Bruchteil des Katalogpreises gekauft und später für das Zwölffache verkauft. Wie die Zeitung "El Pais" unter Berufung auf die Ermittlungen berichtete, wurde bei beiden Gesellschaften ein Fehlbetrag von 3,5 Milliarden Euro entdeckt. Warnungen schon vor Jahren Verbraucherschützer hatten bereits Anfang 2004 vor den zweifelhaften Praktiken der Gesellschaften gewarnt. Die spanische Regierung habe darauf jedoch nicht reagiert, kritisierte das Blatt. Polizei sperrte alle Konten Polizei hat mittlerweile alle Konten eingefroren und die Firmensafes gesperrt. Da Afinsa und Forum Filatelico keine Finanzgesellschaften sind, gibt es für die Anleger keine staatlichen Ausfallshaftungen. Ein Regierungssprecher kündigte allerdings an, dass Madrid die Rechte der durch den Betrug Betroffenen geschützt werden sollen. Firmenchefs verhaftet Wegen der Fluchtgefahr und der drohenden Vernichtung von Beweismitteln ordnete ein Madrider Untersuchungsrichter in der Nacht zum Samstag die Festnahme von vier führenden Mitarbeitern des Forum Filatelico an, unter ihnen Präsident Francisco Briones Nieto. Bereits am Freitag wurden der Präsident von Afinsa, Juan Antonio Cano Cuevas, und vier weitere ranghohe Mitarbeiter in Haft genommen. Die Festgenommenen müssen sich wegen Betrugs und Geldwäsche verantworten. Firmen bestreiten Vorwürfe Den Chefs der beiden Unternehmen wird Betrug, Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung vorgeworfen. Die beiden Unternehmen bestreiten die Vorwürfe. Skandal zieht Kreise bis in USA Der Skandal zog bereits Kreise bis in die USA, nach Großbritannien und Portugal, wo die spanischen Gesellschaften über Kapitalbeteiligungen verfügen. So hält Afinsa etwa 67 Prozent am US-amerikanischen Auktionshaus Escala. Dessen Aktien stürzten noch am Donnerstag in den Keller und verloren 58 Prozent an Wert. |
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Gesendet: 13 Mai 2006 18:48:58 Wenn die Summen stimmen, wußte gar nicht, daß man mit Marken soviel Geld umsetzen kann.......... |
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Gesendet: 21 Mai 2006 15:41:34 Zitat aus www.voeph.at: Aktuelle Nachrichten des VÖPh / Stellungnahme des VÖPh Seit Tagen überschlagen sich in Spanien, USA und nunmehr auch in Österreich die Schlagzeilen über einen Zusammenbruch bzw. Finanzskandal der AFINSA-Gruppe. Dieser Vorgang bestätigt wieder einmal mehr die Meinung des VÖPh, dass das Sammeln von Briefmarken ein Hobby ist und der VÖPh zu Recht schon seit Jahren immer wieder davor gewarnt hat, Briefmarken als Spekulationsobjekt zu betrachten. Auf Grund dieser Warnungen wird die Mehrzahl unserer Mitglieder nicht von diesem Finanzskandal betroffen sein. Durch diese nunmehr eingetretenen Vorfälle wird leider erneut ein nicht unerheblicher Imageschaden für die Philatelie eintreten, der aber jedoch die "wirklichen Sammler", die keine Spekulanten sind, kaum beeinflussen wird. Es zeigt sich immer wieder, Briefmarken sind keine "Aktie" und auch keine "Aktie des kleinen Mannes", sondern Gegenstände, die man sammelt, um Freude daran zu haben. Dabei ist sicher auch Geld sinnvoll und überlegt zu investieren, wenn man in die Spitze, also zur Leistungsphilatelie, vorstoßen will. Aber dazu sind Sachkenntnis und Augenmaß gefordert und vor allem sollten alle Informationen des „Sammlerschutzes“des VÖPh`s berücksichtigt werden. All dieses wird durch den VÖPh und seine Vereine vermittelt und gefördert. Spekulatives Sammeln lehnt unser Verband ab. Die jetzige Entwicklung zeigt, dass wir mit dieser Ansicht richtig liegen und einen Beitrag leisten, unsere Sammler langfristig vor Schaden zu bewahren. Erich Bober Präsident VÖPh PS: Eine fast gleichlautende Stellungnahme hat auch der BDPh herausgegeben. |
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