| Briefo.com / Briefmarken Allgemein / Von der Bogenzähnung zur Kammzähnung |
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Peterwuttke registriert |
Gesendet: 18 Feb 2005 19:33:46 | Geändert von: Peterwuttke 1. Freimarkenausgaben In Österreich ging man ziemlich schnell von den geschnitten Freimarken von 1850 zur Einfühung der Zähnung der Briefmarken über. Bereits 1856 wurden die ersten Zähnungsproben in Bogenzähnung 18 1/2 hergestellt.
Geschnittene 10 Cents-Marke mit seltenem rotem Stempel 1858 wurde die ersten österreichischen Briefmarken mit Zähnung verausgabt. Alle, bis auf ganz wenige Stücke der 3 Soldi, wurden in Bogenzähnung 14 1/2 hegestellt. Diese Bogenzähnung war nahezu perfekt ausgeführt, man findet jedoch hin und wider verzähnte Stücke und Stücke mit ausgelassenen Zähnungslöchern auf Grund der hohen Auflage.
Stark verzähntes Stück, bei dem dadurch Teile des Andreaskreuzes sichtbar werden Für die folgende Freimarkenausgabe 1861 verwendete man eine neue Bogenzähnung, nämlich Bz 14. Die Zähnungsmaschinen musste jedoch immer wider repariert werden, da diese Bognzähnung bei weitem nicht so robust war wie die vorhergehende. Da diese Bz auch bei der nächsten Freimarkenausgabe 1863 alleinig zur Verwendung kam findet man vorallem bei der späteren Ausgabe kaum Stücke mit intakter Zähnung.
Zu diesem Zeitpunkt war die Zähnung noch intakt, es findet sich nur ein "Standart"-Fehler Altösterreichischer Marken - Ausgelassene Zahnlöcher Bei einer Reperatur der Zähnungsleiste kam es zu einem folgenschweren Fehler. Ein Teil der Zähnungslesite wurde um ein Zahnloch zu tief eibngesezt. Diese führte dazu, dass man plötzlich 6 niedrigere Formate und 4 höhere Foramte im Bogen vorfand (der Übergang ist schräg, daher findet amn mehr niedere als höhere). Diese Formatunterschiede kommen bei manchen Werten beider Ausgaben vor.
Hohes Format, ganz kleiner Teil der unteren Marke bereits sichtbar, obwohl das Motiv oben nicht durchzähnt ist. Wegen den wachsenden Probleme mit der Bogenzähnng 14 gab man mitten während dem laufenden Verkauf der Feimarkenausgabe 1863, die gleichen Marken in einer neuen Bogenzähnung, der dieses Mal sehr weiten Bz 9 1/2, aus. Die Bz 9 1/2 leisete gute Dienste und wurde daher auch für die folgende Freimarkenausgabe von 1867 verwendet. Da der Höchstwert zu 50 Kreuzer auf Grund des größeren Formates nicht in die Zähnungsmaschine passte wurde er in Lz 12, bzw. weitaus seltener in Lz 13 hergestellt. Bei der Feimarkenausgabe 1867 zeigte sich erstmals die Grenzen der Bogenzähnung auf. Die Zähnungsmaschine konnten den steigenden Bedarf an Briefmarken nicht mehr nachkommen und es mussten Aushilfszähnungen (minderwerige Linienzähnung), ab 1877 einspringen. Man verwendete (nach der Häufigkeit gereit) Die Lz 10 1/2, 9, 12 und 13.
5 Kreuzer mit seltener LZ 13
Seltene Zähnungsvariante des Höchstwertes - LZ 13 Die nächsten Feimarkenausgabe wurde ebenfalls mit der bereits "uralten" Bogenzähnung 9 1/2 von 1864 hergestellt. Bis 1884 wurde sie durch die bereits bekannten Aushilfszähnungen Lz 9 und 10 1/2 unterstützt. Die Bogenzähnung begann jedoch buchstäblich zu zerfallen und wurde durch die zahreichen Reperaturen immer mangelhafter ("unregelmäßige BZ"). 1887 wurde sie schließlich von der neuen Bz 10 abgelöst.
Aushilfszähnung Lz 9 beim 10-Kreuzer-Wert Im Jahre 1890 plante man die Ausgabe einer neuen Briefmarkenausgabe in der neuen BZ 10, mit doppelt so viel Werten wie bisher (6 -> 13). Die Bz 10 stand nun unter einer nicht tragbaren Doppelbelastung. Die letzte Auflage der Fremarkenausgabb 1883 konnte man nur noch unzureichend in Bz 10, herstellen, da diese schon für die Vorbereitung der neuen Ausgabe gebraucht wurde. Für die Ausgabe 1883 mussten also wiederum Linienzähnungen als Aushilfe für die letzte Auflage herhalten ( 9 1/4, 10 1/2 (nicht die von vorhin!), 11 1/2, 12 sowie 12 1/2. Bei der Ausagbe 1890 enstanden jedoch im Vorfeld noch größere Engpässe. Man musste 8 (!) verschiedene Linienzähnungen in den Anfangsjahren 1890 -92 verwenden um den Bedarf zu decken. Danach verwendete man nur noch die Bz 10, sowie die LZ 10 1/2, 11 1/2 und ab 1897 die Lz 12 1/2 (eine andere; eine Lz 12 1/2 wurde schon 1890 - 92 verwendet) sowie sehr selten die Lz 13 1/2 ab 1894.
Rare LZ 11 beim 15-Kreuzer-Wert Die Bogenzähnung erwies sich also um den Bedarf an Briefmarken zu decken als nicht ideal. Deswegen machte man 1894 die ersten Versuche mit einer Kammzähnung in Österreich . Ab 1898 gab man schließlich die ersten Werte in Kz 13 : 12 1/2 sowie 13 : 13 1/2 aus. Die Bz 1898 wurde ab sofort nicht mehr verausgabt. 1899 bzw. 1900 kam es auf Grund einer Wärungsänderung (Gulden -> Kronen) zur Ausgabe einer neuen Freimarkenserie. Während der Doppelbelstung (alte und neue Ausgabe gleichzeitig zähnen) kam es nur zu ganz kleinen Engpässen. Wenige Stücke der Freimarkenausgabe 1899 wurden Aushilfsweise in den Lz 10 12/2 bzw. 12 1/2 gezähnt. Die folgenden Ausgaben kommen ganz ohne Aushilfe ausschließlich in Kammzähnung vor. Dieses Trennungsverfahren ist heute in Österreich das meist verwendeste.
Sehr, sehr selten Lz 10 1/2 beim Wert zu 10 Heller ... andere Briefmarkenarten kommen noch. |
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Peterwuttke registriert |
Gesendet: 18 Feb 2005 20:19:45 an Nimrod: Ich hoffe du hast nichts dagegen, dass ich dein Bild verwendet habe. |
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Peterwuttke registriert |
Gesendet: 19 Feb 2005 17:39:02 Die zweite Marke ist unten ganz übel nachgezähnt. Zähnbrücken sind unten nämlich total uncharakeristisch regelmäßig. Das Merkmal der Bogenzähnung - die regelmäßigen Ecken - gehen dadurch auch verloren. Tut mir leid |
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Peterwuttke registriert |
Gesendet: 19 Feb 2005 18:10:49 | Geändert von: Peterwuttke Ich würde einen eigenen Artikel zum Thema Fälschungen anlegen oder diesen in den Änfänger-Kurs integrieren, habe aber leider z. Z. kaum Zeit dafür. Habe schöne Vergleichsstücke (Provisorien 45, ... ) dafür. |
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Peterwuttke registriert |
Gesendet: 2 Mar 2005 23:04:34 | Geändert von: Peterwuttke Oben nachgezähnt (100 % - tig) Vergleiche einmal das Ende der Brücken mit der Nachbarmarke. Oben bei meiner 19er Marke sieht man schön die Unregelmäßigkeit die bei der nachgezähnten Marke nicht vorhanden ist. |
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Peterwuttke registriert |
Gesendet: 3 Mar 2005 15:22:49 | Geändert von: Peterwuttke 2. Zeitungsmarken Österreich verausgabte von 1851 bis 1922 Zeitungsmarken. Da diese im ganzen Bogen an die Verleger und Zeitungsherausgeber abgegeben wurden ersparte sich die Post das Zähnen der Zeitungsmarkenbögen, da sie selbst ja die Marken nicht voneinander trennen musste. Zeitungsmarken kommen daher nur geschnitten vor. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen: Während der Ausgabe der 1867er Zeitungsmarkenserie erlaubte die Post ihren Kunden diese selbst zu perforiern um sich das Trennen zu erleichtern. Zahlreiche Verleger und Herausgabe begannen nun ihre ZM privat zu Zähnen und in seltenen Fällen auch zu Durchstechen.
Schönes Beispeil dafür, warum der private Durchstich nur allzu selten vorkam. Dies war bis zur Einstellung der Ausgabe von ZMn im Jahre 1922 möglich. |
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Peterwuttke registriert |
Gesendet: 3 Mar 2005 20:40:43 3. Portomarken In Österreich wurden von 1894 bis zur Einführung des Euro 2002 Portomarken verwendet. Die Ausgabe der ersten Portomarkenserie erfolgte zur gleichen Zeit wie die Freimarkenausgabe 1890. Aus den oben genannten Gründen mussten also mehere Zähnungsmaschinen verwendet werden um den hohen Bedarf zu decken, was sich jedoch zur Zeit der Ausgeb 1894 wieder etwas gelegt hatte. Dennoch findet man die eigentliche Hauptzähnung dieser Ausgabe, die BZ 10, nur sehr selten, da diese höherwertige Zähnung vorwiegend bei den Feimarken verwendet wurde. Für die Portomarken verwendte man stattdessen die "billigen" Linienzähnungen (10 1/2, 11 1/2 und 12 1/2 sowie zu Beginn sehr selten 11 und gegen Ende selten 13 1/2).
Höchstwert in LZ 11 1/2 Die Kammzähnung kam im Gegensatz zur parallel ausgegeben Freimarkenausgabe hier nicht zur Verwendung. Auch 1899 erschien aufgrund der Währungsänderung eine neue Portomarkeserie. Diese musste in großen Mengen ungezähnt abgegeben werden, da die Zähnungsmaschinen für die neue Freimarkenserie gbraucht wurde. Der Rest wurde, wie diese, in den beiden KZ (13 : 12 1/2 bzw 13 1/2) sowie in den beiden LZ (10 1/2 und 12 1/2)gezähnt, wobei die "besseren" KZ im Gegensatz zur Freimarkenserie hier weitaus seltener sind.
Bei besonders breitrandig geschnittenen Marken wird die Randleiste (hier links) sichtbar. In den folgenden Jahren wurde, wie auch bei den Freimarken Östereichs vorwiegen die KZ zur Perforierung herangezogen. Eine Besonderheit bilden hier jedoch die Kronewerte von 1916. Eine kleine Auflage dieser Wert musste Aushilfsweise in der LZ 12 1/2 anstatt der vorgesehen KZ hergestellt werden.
5 Kronen in der besagten LZ 12 1/2 |
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