| Briefo.com / Briefmarken Allgemein / mauritius - cap of good hope |
| Autor | Mitteilung |
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eddyRico registriert |
Gesendet: 28 Jun 2005 20:56:40 Hallo Forum! Habe heute ein Briefmarkenalbum meines Opas gefunden, und eine Mauritius entdeckt! SIe ist hmm ja lila würde ich sagen, abgestempelt im Jahr 1907, unten steht "2 cent"! Es ist kein Kopf wie bei der blauen Mauritius sondern eher ein Wappen. -links oben ein Schiff -links unten ein Schlüssel -rechts oben Palmen (oder so) -rechts unten ein sechseckstern mit einem schein nach unten Kennt jemand diese Briefmarke. Zu dem habe ich noch eine "Cape of good Hope" (Cap der guten Hoffnung). Diese ist grün, mit einem Typ auf der Marke der auf irgendwas draufsitzt. unten: Postage Halfpenny. Versuche mal zu scannen"! Danke |
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buzones registriert |
Gesendet: 28 Jun 2005 21:25:10 Hallo eddyRico! Willkommen bei briefo.com! Zu Deinen Fragen: Nicht alles, wo Mauritius draufsteht, ist auch selten & wertvoll... :-) Die Marke, die Du da hast, ist eine 2 Cent lila und violett der Dauermarkenserie von 1895-1904 mit dem Wappen von Mauritius; Wert ca. 25 Euro-Cent. "Cape of Good Hope" ist ein ähnliches Kaliber: Der 1/2-Penny-Wert der Ausgabe 1884-98, Wert ca. 10 Euro-Cent. Der "Typ auf der Marke der auf irgendwas draufsitzt" ist übrigens die Allegorie der "Hoffnung"... :-)) |
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multimaxx registriert |
Gesendet: 30 Aug 2005 12:47:31 Hallo ich bin durch einen Link zu euch gestoßen und hoffe das ihr mir helfen könnt.ich muss eine Schularbeit über Kommunukation schreiben und soll jetzt etwas über die Maurizius(die wertvollste) Marke schreiben. -Anzahl -Wert Und über die Bardisch neun Kreutzer Marke Da wollen sie von mir wissen was es mit dieser Marke auf sich hat und welchen wert sie hat und wie viele existieren.Sorry das ich euch damit stressen muss.Aber ich finde einfach nichts vernünftiges im Netz. Vielen Dank |
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Docadhoc registriert |
Gesendet: 30 Aug 2005 12:59:27 | Geändert von: Docadhoc Die blaue und rote Mauritius Briefmarkensammler wissen, daß es seltenere Briefmarken gibt, aber keine ist so berühmt geworden wie die Blaue Mauritius. Vor etwas mehr als 150 Jahren wurde sie auf der Insel im Indischen Ozean herausgegeben, die ihr den Namen gab. Ihre Seltenheit, die Geschichten, die sich um ihre Entdeckung spinnen, die berühmten Namen der größten Briefmarkensammler der Welt, die sie besessen haben und ihr Millionenwert machten die Blaue Mauritius zum Mythos. Das Vorbild dieser Briefmarke aus Mauritius ist die Penny Black aus Großbritannien, der ersten Briefmarke der Welt. Die Marke stellt ein etwas grob graviertes Portrait der jungen Königin Victoria dar. Die Geschichte der Blauen und Roten Mauritius beginnt im Jahre 1847. Das Postsystem, welches unter der französischen Herrschaft existierte, wurde 1846 neu organisiert, so wie es wenige Jahre vorher mit dem britischen Postsystem geschehen war. Das Postgesetz wurde am 17. Dezember 1846 verabschiedet und trat am 01. Januar 1847 in Kraft. Artikel 9 des neuen Gesetzes, welcher sich mit dem Gebrauch von Briefmarken befaßte, lautete wie folgt: Jeder Brief, jede Zeitung oder jedes Packet, die dem Postgesetz unterliegen und innerhalb der Kolonie oder abhängigen Kolonien verschickt werden und eine oder mehrere von der Regierung ausgegebenen Briefmarken tragen, sollen von der Post kostenlos transportiert werden, sofern die Briefmarken noch nicht benutzt wurden und den Wert darstellen, der den folgenden Tarifen entspricht. Der Tarif für Inlandpost wurde festgelegt auf 1 Penny pro Brief, verschlossenem Päckchen, Prospekt, Zeitschrift und Standardpacket welche in Port Louis ausgeliefert werden sollten, sowie 2 Pence für jeden anderen Brief oder Packet, die im Inland zugestellt werden sollten. Im Einklang mit dem neuen Postgesetz bestellten dann der damalige Gouverneur der britischen Kronkolonie Mauritius, William Maynard Gomm und seine Frau, Lady Gomm, 500 Stück der Briefmarken. Sie waren für die Einladungen zu einem Maskenball im Gouvernment House in Port Louis gedacht, den Lady Gomm am 30. September 1847 veranstalten wollte. Joseph Osmond Barnard wurde 1816 in Portsmouth / England geboren. Er kam 1838 nach Mauritius , wo er ein Jahr später eine junge Holländerin heiratete. Eine Anzeige in der lokalen Zeitung Le Cernéen vom 09. März 1839 beschreibt Barnard als Kleinkunstmaler und Graveur. Obwohl er wenig Erfahrung im Gravieren von Portraits hatte bekam er den Auftrag für Briefmarken mit dem Kopf der Königin herzustellen. Erste Treffen zwischen dem colonialen Postamtdirektor Mr. James Stuart Brownrigg und Mr. Joseph Osmond Barnard fü die Produktion der Briefmarken fanden 1846 statt. Sie verständigten sich unter anderem darauf jeweils 500 Stück der 1 Penny und 2 Pence Marken herzustellen, sowie die Briefmarken mit den Aufschriften »Penny« und »Post Paid« zu versehen, was 'die Post wurde bezahlt' heißt. Mr. Barnard merkte sich jedoch nicht genau den mündlichen Text des Auftrages und versah die Marken beim Stechen der Druckplatten mit der falschen Inschrift. Anstelle der richtigen Angabe »Post Paid«, versah er die Marken mit der Inschrift »Post Office« was 'Postamt' bedeutet. Die Inschrift »Post Office« ist auf keiner anderen Marke der britischen Kronkolonie Mauritius zu finden. Er gravierte die beiden Werte auf eine einzige Kupferplatte und die Marken wurden eine nach der anderen gedruckt. Mit dieser Methode konnte also keine große Stückzahl hergestellt werden. Am 20. September anno 1846 wurde dem Sekretär des Governeurs Gomm per Brief vom Postamtdirektor mitgeteilt, daß die Briefmarken hergestellt worden seien. Einen Tag später dann wurden sie dem Governeur und Lady Gomm ausgeliefert, die am selben Tag noch ihre Einladungen zum Ball verschickten. Die orangerote ein Pennymarke und die tiefblaue zwei Pencemarke wurden ab dem 22. September 1847 zum Verkauf angeboten und waren innerhalb weniger Tage ausverkauft. Danach bekamen auch sie die Inschrift »Post Paid«. Sieben dieser Einladungen zu dem Maskenball vom 30. September existieren heute noch und zwei Einladungen tragen sogar noch den Poststempel vom 21. September 1847. Mauritius war damals die erste Britische Kolonie und das vierte Land der Welt (zusammen mit den USA), die eigene Briefmarken herausbrachten. Barnard erwarb im Jahr 1862 eine Zuckerrohrplantage in der Nähe von Grand Port, wo er 1865 starb. Das Postgesetz vom Januar 1847 wurde von Major Evans bei seinen Nachforschungen auf der Insel in den späten 90'er Jahren des 18. Jahrhunderts entdeckt. Dabei fand er auch ein Dokument über Barnard's Rechnung für die berühten »Post Office«Werte. Die Rechnung vom 12. November 1846 lautet über 59 Pfund und 10 Shilling. Als der Irrtum in Sammlerkreisen bemerkt wurde, begann die Suche nach diesen Briefmarken. 1869 entdeckte Madame Borchard aus Bordeaux die Marken zwischen der Korrespondenz mit ihrem Verlobten, der 1847 in Mauritius stationiert war und verkaufte sie an Madame Desbois, einer örtlichen Briefmarkenhändlerin im selben Jahr. Heute sind noch 26 Marken vorhanden. Von der orangen-roten Mauritius sind noch 14 Stück bekannt. Von ihrer Schwester, der blauen 2 Penny Marke gibt es noch 12 Stück, von denen 6 postfrisch sind und 6 gestempelt, wie auf obigen Brief. Ihre Preis geht in die Millionen und sie halten sich vorwiegend in den dunklen Kammern von Safes auf, wohingegen ihre Heimat ein angenehmes Klima, herrliche Badestrände und viel Sonne zu bieten hat. Der Bordeaux-Brief Dieser Brief ist wohl der rein materiell wertvollste Brief aller Zeiten. Seinen Wert verdankt der Brief nicht nur der einzigen bekannten Kombination der 1 Penny und 2 Pence »Post Office« Briefmarken auf einem kompletten, dazu gut erhaltenen Briefumschlag, sondern auch seine Stempelvielfalt, anhand derer man den Weg dieses Briefes im Jahre 1847 zurückverfolgen kann. Die Reise beginnt am 4. Oktober 1847 in der Hauptstadt Port Louis auf Mauritius. Die Weinhandlung Edward Francis & Co. bestätigte ihren Geschäftspartnern Duncan & Lurgnie im fernen französischen Bordeaux den Verkauf von 30 Weinfässern (schwarzer Rundstempel »Mauritius Post Office« (1) und Kastenstempel »Penny Post« auf den beiden Marken). Mit einem privaten Segler gelangte der Brief um das Kap der Guten Hoffnung herum als »Ship Letter Plymouth« (Rundstempel Rückseite (2)) nach Plymouth in England, von dort aus nach London. Die Ankunft in Frankreich bestätigen die beiden roten Stempel von Boulogne auf der Vorderseite und Paris vom 26. Dezember 1847 (3). Der schwarze Datumsstempel (4) vom 28. Dezember 1847 beendet die Reise bei seinen Adressaten in Bordeaux. 86 Tage hatte diese Reise gedauert - eine für damalige Verhältnisse ganz normale Beförderungsdauer. Von Mauritius ging es um Afrika herum über England nach Frankreich. Jede Etappe ist durch einen Stempel auf dem Brief dokumentiert. Fünf Stempel auf der Rückseite des Briefes dokumentieren seinen langen Reiseweg. Zu Beginn des Jahrhunderts veröffentlichte Thomas Lemaire, Herausgeber der Fachzeitschrift 'Le Philateliste Français', eine Reihe von Artikeln, die sich mit den »Post-Office« - Marken beschäftigten. Die Beiträge wurden auch von einem französischen Schuljungen gelesen, den daraufhin das Jagdfieber packte. Er sprach mit seiner Mutter darüber, der Witwe eines Geschäftsmannes aus Bordeaux. Angesteckt vom Enthusiasmus ihres Sohnes erinnerte sie sich an frühere Geschäftskontakte ihres Mannes nach Mauritius und verschaffte dem Buben Zugang zu den Archiven der Firma. Dort sollte er ruhig einmal die Korrespondenz durchstöbern. Viele anstrengende Tage verbrachte der Junge im Jahre 1902 in den staubigen Archivräumen und natürlich fand er auch alte Briefmarken bei dieser Gelegenheit, aber es waren keine von bemerkenswertem Wert dabei. Schließlich, als sein Eifer schon zu erlahmen begann, fand er in den letzten Bündeln tatsächlich einen Schatz: Zwischen den Papieren versteckt entdeckte er zwei Briefe, auf denen gleich drei »Post-Office« - Mauritiusmarken prangten! Zwei von ihnen auf dem Bordeaux-Brief. Nachdem der Brief 55 Jahre lang im Archiv des Weinhändlers in Bordeaux gelagert war, verkaufte der Schuljunge die Raritäten im Jahre 1903 für 1600 Pfund an Herrn Lemiere, durch dessen Artikelserie er erst auf die Seltenheit und den Wert der »Post-Office« - Mauritiusmarken aufmerksam geworden war. Durch manche prominente Hände ist dieser einmalige Brief seither gegangen. Lemaire verkaufte den Brief für 1800 Pfund an Brunet de l'Argentière, Alfred Lichtenstein erwarb ihn 1917. Der Umschlag des Briefes wechselte zwischen 1917 und 1988 siebenmal den Besitzer (Arthur Hind, Edgar Mohrmann, Maurice Burrus, Raymond H. Weill, Hiroyuki Kanai und anderen). Bei jedem Weiterverkauf ist sein Preis gestiegen bis schließlich beim vorerst letztmaligen Verkauf im November 1993 ein Sammler aus Singapore den außerordentlichen Betrag von ca. 3,5 Millionen Euro für ihn bewilligte - den höchsten Preis, der jemals für ein philatelistisches Einzelstück gezahlt worden ist. |
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janliese registriert |
Gesendet: 30 Aug 2005 13:11:58 Na, mein lieber Docadhoc, wenn das nicht ein "sehr gut" ist? Streber <ggg> |
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buzones registriert |
Gesendet: 30 Aug 2005 13:24:42 Hallo multimaxx Hier der Link zum oben "zitierten" Text (mit Bildern!): http://www.blueisland.onlinehome.de/html/Briefmarke.htm Mit "Bardisch neun Kreutzer Marke" meinst Du wohl den Farbfehldruck der Baden 9 Kreuzer grün von 1851. Schau doch mal in die Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Baden-Fehldruck_9_Kreuzer Auch dieser Link dürfte Dich interessieren: http://philatelie.deutschepost.de/philatelie/informationen/archiv/extr a/05/extra0505_01.jhtml Abschließend noch die Bitte an alle "Mit-Briefos" doch nicht einfach Texte oder Abbildungen aus dem WWW zu "stibitzen" und hier ohne Quellenangabe bzw. Original-Link zu publizieren. Ist doch nicht weiter schwer und hilft sowohl dem Autor als auch dem interessierten Leser - oder?? :-) Gruß Ralf ![]() |
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Docadhoc registriert |
Gesendet: 30 Aug 2005 15:38:33 Message understood. |
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mukinshori registriert |
Gesendet: 30 Aug 2005 20:42:56 Hallo! Sehr gut recherchierter Beitrag! Hier ein Bild davon!
Der Bordeaux - Brief! |
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Andy1984 registriert |
Gesendet: 17 Apr 2007 17:10:40 | Geändert von: Andy1984 Hallo ich habe eine "Cap of good hope" Four Pence. Allerdings hat die keinen weisen Rand, sondern sieht aus als ob sie ganz knap an dem blau lila Druck abgeschnitten worden ist. Ist die trotzdem was wert? |
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pseudonym registriert |
Gesendet: 27 Okt 2007 03:53:31 hallo, habe eine frage, wie viel ist die blaue cap of good hope foure pence mit raute stempel wert? |
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